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Philipp von Bismarck (1913-2006)

Nach einem langen, ereignisreichen Leben als Landwirt, Generalstabsoffizier, Ökonom, Politiker und Sprecher der Pommerschen Landsmannschaft erfüllte sich für Philipp von Bismarck ein Traum: Mit Unterstützung deutscher und polnischer Behörden konnte er in den Jahren 1994/95 das Gutshaus seines früheren Besitzes in Kulice (Külz) rekonstruieren und zur Tagungsstätte ausbauen lassen.

An diesem Fleckchen von Pommern, das seit 1945 zu Polen gehört, war sein Urgroßonkel Otto von Bismarck (1815-1898) aufgewachsen. Der erste Kanzler des Deutschen Reiches galt und gilt vielen Polen als Erzfeind ihrer Nation, hatte er doch seinerzeit die Bestrebungen zur Wiederherstellung des polnischen Staates strikt abgelehnt.

Nun wurde das Haus, das Ottos von Bismarcks älterem Bruder Bernhard (1810-1893) gehört hatte, zu einem Ort der deutsch-polnischen Aussöhnung. Auf Initiative Philipp von Bismarcks begegneten sich hier Deutsche und Polen, um voneinander zu lernen, miteinander zu arbeiten und die europäische Zukunft gemeinsam zu gestalten.

 

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Förderer der Aussöhnung (Kurier Szczeciński 27.07.2006)

Mitbegründer der Hoffnung (Kulturpolitische Korrespondenz Nr. 1226, 10.09.2006)