kulice-budynek

Zeszyty Kulickie / Külzer Hefte 6

zeszyty-kulickie-6Zeszyty Kulickie / Külzer Hefte 6

Reflexionen über Pommern und Polen im Werk Theodor Fontanes/
Rozważania nad Pomorzem i Polską w twórczości Theodora Fontane

Beiträge von zwei Fontane-Tagungen in Külz in den Jahren 2006 und 2007

 

192 S., hrsg. v. Lisaweta von Zitzewitz
Alle Texte in deutscher Sprache mit Zusammenfassung in Polnisch.

 

Kulice 2010
ISSN 1508-9207

 

Preis: 10,00 EUR plus Versandkosten

BESTELLEN

 

Im „Geleitwort“ zu diesem Band schreibt Hubertus Fischer:

Fontane verlangt eine „östliche“ Sicht. Pommern und Polen haben zwar auf vielfältige Weise Eingang in sein Werk gefunden, aber erst in jüngerer Zeit sind die Zusammenhänge und Konturen deutlicher geworden. „Pommern, von dem man vielleicht falsche Vorstellungen hat“, ist nicht nur Land der Kinderjahre, reale und imaginäre Spuren hat das „Land am Meer“ auch in Fontanes Briefen, Romanen und Fragmenten hinterlassen. Heute bildet es mit seinen beiden Teilen diesseits und jenseits der Oder ein Brückenland zwischen Deutschland und Polen. Deshalb hat es einen guten, über den Tag und Anlass hinausweisenden Sinn, wenn von dem größeren polnischen Teil, wenn von dem einstigen „Hinterpommern“ aus die Blicke sich auf Fontane richten.

Dazu bot die Europäische Akademie Külz-Kulice unter ihrer Leiterin Lisaweta von Zitzewitz in den vergangenen Jahren zweimal Gelegenheit. Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit e. V. lud sie zu gut besuchten Fontane-Seminaren ein. Gäste aus Polen und Deutschland, insbesondere aus verschiedenen Kreisen der Theodor Fontane Gesellschaft, nahmen daran teil – referierend, diskutierend, exkursierend. Für viele, ob von diesseits oder jenseits der Oder, kam das einer kleinen Entdeckungsreise gleich. Daran können nun auch die Leser dieser Dokumentation teilhaben.

Fontanes Welt umfasst Kulturräume, die heute nicht mehr in Deutschland liegen. Welchen Weg er auch wählen mag, den Weg über die Romane, Prosafragmente, Gedichte oder Briefe: Fontane erschließt inzwischen auch dem polnischen Leser eine Vergangenheit, die zu Teilen seine eigene geworden ist. Etwas davon deutet sich in Pawel Huelles neuem Danzig-Roman Castorp an, der eigentlich ein Roman aus zwei Romanen ist: Thomas Manns Zauberberg und Fontanes Effi Briest. Am Ende der langen Annäherung, aber dann doch sehr kurzen Begegnung zwischen dem Danziger Studenten Hans Castorp und der „Polin Wanda Pilecka, neunundzwanzig Jahre alt, wohnhaft in Warschau“, liest man: „Sie gab ihm das Exemplar von Effi Briest mit dem Buchzeiger aus dem Brockhaus-Reiseführer und küsste ihn sanft auf die Stirn.“ Mit diesem Satz als Motto möge die Dokumentation viele Leser diesseits und jenseits der Oder finden!

 

Inhaltsverzeichnis:

GISELA HELLER (Teltow):
Theodor Fontane: Seine Kunst zu reisen und darüber zu schreiben (Theodor Fontane: Jego kunszt podróżowania i pisania o tym), S. 15-36

ELSBETH VAHLEFELD (Dorsten):
Theodor Fontanes Gefallen an „hexenhaften“ Wesen und sein Fragment Sidonie von Borcke (Zamiłowanie Theodora Fontane do „czarowniczych postaci“ i fragment jego powieści Sidonie von Borcke), S. 37-57

ANNA MARIA STUBY (Bremen):
Sidonia von Borcke als „femme fatale”in der Malerei der Präraffaeliten (Sidonia von Borcke jako „femme fatale“ w malarstwie prerafaelitów), S. 58-78

HUBERTUS FISCHER (Hannover):
Eine Novelle über den „pietistischen Conservatismus“. Theodor Fontanes Fragment Storch von Adebar im zeitgeschichtlichen Kontext betrachtet („Nowela“ o „pietystycznym konserwatyźmie“. Storch von Adebar – fragment powieści Theodora Fontane w kontekście mu współczesnym), S. 79-109

CHARLOTTE PAWLOWITSCH-HUSSEIN (Bonn):
Der Begriff der Ehre bei Theodor Fontane und bei dem ägyptischen Schriftsteller Yusuf Idris (Pojęcie „honoru“ u Theodora Fontane i egipskiego pisarza Yusuf Idris), S. 110-119

JAN PACHOLSKI (Wrocław):
Das Polenbild in Fontanes Kriegsbüchern und in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg (Obraz Polaka w książkach wojennych i w Wędrówkach przez Marchię Brandenburską Theodora Fontane), S. 120-139

ROSWITHA WISNIEWSKI (Heidelberg):
Theodor Fontanes Polenlieder im Kontext der deutschen Begeisterung für den polnischen Aufstand 1830/31 (Polenlieder – tak zwane pieśni o Polsce Theodora Fontane w kontekście niemieckiego zachwytu dla polskiego powstania narodowego 1830/31), S.140-161

RAFAŁ BISKUP (Wrocław):
Polnische Romantik. Ergänzungen zum Vortrag von Roswitha Wisniewski (Polski Romantzym. Adnotacje do wykładu Roswithy Wisniewski), S. 162-165

MARTYNA ROGULSKA (Wrocław):
Drei große Nationaldramen. Der Einfluss des gescheiterten Novemberaufstands (1830/31) auf das literarische Schaffen der Polen. Ergänzungen zum Vortrag von Roswitha Wisniewski (Trzy wielkie dramaty narodowe. Wpływ upadłego powstania listopadowego (1830/31) na twórczość literacką Polaków. Adnotacje do wykładu Roswithy Wisniewski), S. 166-169

BARBARA WIDAWSKA (Słupsk):
Die preußisch-polnischen Familienbeziehungen in Fontanes Roman Vor dem Sturm (Prusko-polskie stosunki rodzinne w powieści Vor dem Sturm Theodora Fontane), S. 170-185

Polnische Ausgaben der Werke Theodor Fontanes (Polskie wydania dzieł Theodora Fontane), S. 186-187